Raum 23

Margret Porwoll bietet einen Raum, sich zu entfalten und eröffnet gleichermaßen Raum für Individualität, Selbstverwirklichung, aber auch für Träume und Inspiration. Mit Raum23 und ihrem eigenen Label ‚auf-den-Kopf‘ produziert und bietet sie Kopfschmuck und -bedeckungen aller Art. Und es funktioniert: „Jedem steht ein Hut!“ Ob asymetrisch, sportlich, elegant, mit Schmuck oder ohne: Hier ist für jeden etwas dabei.

Wer bin ich und wie möchte ich mich präsentieren? Eine Frage, mit der sich sicherlich jeder schon einmal beschäftigt hat. Margret Porwoll bietet mit ihrem Laden im Magniviertel eine Plattform, die zum Ausprobieren von Neuem einlädt. „Einfach umschauen, nach Paris oder London und sehen wie viel Möglichkieten es gibt und dann einfach ausprobieren“, rät die Inhaberin jedem.IMG_0540

Man merkt: Margret brennt für diese Berufung. Schon als Kind war die Begeisterung für das Handwerkliche und Schöpferische da. Dennoch entschied sie sich erst einmal für eine „vernünftige Ausbildung“, und ist seitdem gelernte Krankenschwester. „Doch auch schon damals musste ich immer Mützen, oder kleinen Kopfschmuck tragen“, lacht sie. „Es war ein Ausdruck meiner Individualität; Etwas das raus musste. Eine Art des Lebensgefühls.“ Und das ließ sie nie ganz los: In freier Arbeit unterstützte die gebürtig aus dem Schwarzwald Stammende viele Uniprojekte, auch in Hamburg, und freie Designer. „Mit dem Umzug nach Hamburg sind damals Welten aufgegangen“, überlegt sie. Dann endlich verwirklichte sie ihren Traum und machte eine Ausbildung als Modistin. „Ich hatte eine wunderbare Lehrmeisterin“, erinnert sie sich zurück.

IMG_0549Seit 2003 ist Margret nun in Braunschweig. Selbstständig machte sie sich 2004, woraufhin zusammen mit einer Freundin, der erste eigene Laden ‚Studio23‘ am Altewiekring folgte. In ihrem eigenen Lädchen finden wir etwas Neues und etwas Altes: Der Name ihres Ladens setzt sich aus dem Raum, einer Bezeichnung die Margret sehr passend findet sowie der alten Teilbezeichnung von ‚Studio23‘ zusammen. Aus Treue.

„Alles kann Inspiration sein.“
Gerne bietet Margret individuelle Beratung an. „Ich hatte schon Leute hier, die waren der festen Überzeugung, ihnen stünde kein Hut. Und doch sind sie mit einem Hut aus meinem Laden gegangen! Viele denken, Hüte gehen oft in die elegante Richtung, das muss aber gar nicht so sein.“ Von elegant bis sportlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Falls etwas Besonderes gewünscht wird oder es doch eine andere Farbe sein soll, fertigt sie in ihrem kleinen Atelier im hinteren Teil des Ladens das gewünschte Teil. Die Krempe formt sie dabei übrigens per Hand.

Neben den Kopfbedeckungen gibt es aber noch mehr im Raum23 zu entdecken: „Ich vernetzte gerne. Es gibt so viele tolle Leute, die super Sachen machen, aber keinen eigenen Laden haben.“ Aus diesem Grund stellt sie auch Kleidung und andere schöne Dinge aus. „Ich kenne alle persönlich“, erklärt Margret. Dazu wird alles in Europa hergestellt – Das ist Margret sehr wichtig.

„Hier gibt es keine Kaufverpflichtung“, erklärt Margret, „die Leute dürfen gerne anprobieren. Und wenn sie sich unsicher sind, auch gerne mal drüber schlafen.“ Dennoch berät sie ihre Kunden gerne – „Unverbindlichkeit ist nichts, was ich für erstrebenswert halte.“IMG_0569

„Letztendlich wünsche ich mir, dass die Leute sich trauen! Und wenn sie Lust drauf haben, auch dem eigenen Bedürfnis nachgehen. Sie sollen sich nicht danach richten, wie andere darauf reagieren. Es müssen oftmals wohlwollende Blicke sein, aber viele interpretieren es negativ.“ Schließlich muss man sich nicht entscheiden, irgendwo zu zu gehören. Natürlich möchten Menschen dazugehören. Aber reicht es nicht, man selbst zu sein, mit seiner ganzen Individualität?“ Für Margret eine Herzensangelegenheit.

Betritt man Raum23, scheint er wie ein eigener Raum, der sich offenbart. Ein Raum, der eine eigene Magie des Ladens präsentiert und Freiheit bietet. Vielleicht gibt es doch mehr als nur Kategorien und noch viel mehr, als das Übliche, das wir schon kennen. Vielleicht ist es auch einfach nur am Schönsten, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Vielleicht sollten wir anfangen, einfach wir selbst zu sein!