„Ouch!“ Bodypiercing & Tattooentfernung

Zwei Worte: Piercings und Tattoolaserentfernung. Gedanken wie „Autsch!“ kommen Dir dabei doch sicher ins Gedächtnis. Was das angeht, nimmt Cord Rademacher sich selbst und seine Kunden nicht so ganz ernst und kreierte den wohl passendsten Namen für seinen ersten eigenen Bodypiercing-Shop: „Ouch!“ – Im Übrigen der einzige Laden mit diesem Namen in Deutschland.

Von 2005 bis 2012 war der gebürtige Bei-Hamburger bei „Zone“ am Schaffen, danach war er eine lange Zeit in Kassel tätig. Dass Cord Rademacher später einmal seinen eigenen Laden in der Wahlheimat Braunschweig besitzen würde, hätte er so nie gedacht. Und doch ist er nun endgültig in Braunschweig angekommen und eröffnete Mitte Februar seinen Bodypiercing-Shop in der Nähe des Rathauses. Cord ist gelernter Zahntechniker. Wichtig für diesen Beruf: Eine Grundausbildung im medizinischen Bereich sowie anatomisches Verständnis sind erforderlich.IMG_8859_1

Tattooentfernung
Trägst auch Du noch den Namen des Ex auf Deiner Haut? Oder hast Du einen Trend mitgemacht, der heute eindeutig als Jugendsünde zu verbuchen ist? Die Lösung: Tattooentfernung!

Doch wie funktioniert´s? – Grob zusammengefasst: Cord arbeitet mit einem Laser, der auf einem gewissen Spektrum Pigmente unter der Haut aufspaltet und dann über das Lymphsystem abtransportiert. Im Durchschnitt sind 10 Sitzungen vonnöten. „Das kommt aber auch immer auf den Stoffwechsel des Kunden selbst an sowie die Farbintensität, wie tief gestochen und welche Farbe benutzt wurde“, erklärt Cord.

Sind die ehemaligen Liebesbeweise und schmückenden Verbildlichungen mit der Zeit langsam aufgehellt, ist zudem ein Cover-Up möglich.
Tatsächlich sticht Cord keine Tattoos. Er selbst sei super darin, wenn es um motorische Fertigkeiten geht – „Künstlerisch begabt bin ich leider nicht. Wenn ich versuchen würde, einen Menschen zu malen, kommt dabei ein Strichmännchen heraus. Und das ist, um den Beruf auszuüben, doch eher ungünstig“, sagt er. Schließlich ist es ein kreativer Beruf, bei dem man schon zeichnen können sollte.och

Piercings und der Schmerz aus Leidenschaft.
Piercings sind ein kulturelles Phänomen.
Resozialisiert aus Südamerika und Australien, sind sie in unserem Kulturkreis seit Jahren nicht mehr wegzudenken. Auch für Cord ist Körperschmuck eine Art der künstlerischen Selbstdarstellung, die Lebenseinstellungen oder Erfahrungen darbieten. „Diese tun meist aber gar nicht so weh, wie gedacht“, meint Cord. „Natürlich ist das Schmerzempfinden jedes Einzelnen unterschiedlich, dafür arbeite ich aber mit Kühlsprays und Betäubung.“

Sein Grundsatz lautet aber stets: Schmerz aus Leidenschaft. Schließlich gehöre der Schmerz in gewisser Weise dazu. Für all das gilt Cords steter Rat: Immer im moderaten Bereich bleiben. Man kann immer schnell übertreiben und dann habe es nichts mehr von Ästhetik. Dazu kommt: Bevor man also etwas an sich machen lässt, ist eine ausgiebige Klärung der Lebensumstände sowie hinreichende Beratung ratsam. Solange man noch nicht sicher ist und nicht weiß wo man hin will, empfiehlt Cord daher immer Körperstellen, die man verdecken kann.

Oft gibt es Terminanfragen, in letzter Zeit versucht er aber meist spontan zu arbeiten. Aus eigener Erfahrung spricht Cord: „Wenn Leute etwas wollen, wollen sie es gleich und bevor sie zu einem anderen, schlechten Piercer gehen, mache ich es lieber selbst!“
Schließlich kann man bei Piercings doch extrem viel falsch machen.

DRUFF! findet: „Ouch!“ geht unter die Haut! Eine richtig gute Anlaufstelle in Braunschweig, wenn es um Verschönerung in jeglicher Hinsicht geht. Ein charmant eingerichteter Laden mit herzlichen Mitarbeitern, die freundlich, aber vor allem eins sind: Kompetent.