Die ulmer Pop-Punk-Band ‚City Kids Feel The Beat‚ wurde erstmals mit ihrem YouTube Cover von Lady Gagas ‚Applause‘ bekannt. Mittlerweile haben sie 2 EP’s und jüngst sogar ihr Debüt-Album veröffentlicht. Aktuell befinden sie sich auf Clubtour und im Sommer spielen sie zum ersten Mal auf dem ‚Open Flair Festival‚. DRUFF! sprach vorab mit Bassist Tim über das neue Album ‚Cheeky Heart, den Videodreh zu ‚Coming Home‘ und über Gänsehautmomente während der Konzerte.

„Der Benny ist in der Zwischenzeit ein guter Kumpel von uns geworden“, sagt Tim über den ‚Cheeky Heart‘-Produzenten Benny Hermann, der bereits mit Casper und Cro zusammenarbeitete. „Anfangs haben wir ihn live dabei gehabt und die Chemie hat gestimmt. Er hatte sein eigenes Studio und dann haben wir mal eine Acoustic-EP bei ihm gemacht und anschließend gesagt: Hey, das war so geil, begleite uns doch auf dem Weg zum Album.“ Über die Zusammenarbeit zwischen Hermann und ‚CKFTB‘ sagt Tim weiterhin: „Es ist total gut gelaufen. Wir waren bei ihm im Studio und hatten diesmal, im Vergleich zu anderen Aufnahmen, wie ‚Stories‘ und ‚Kids‘, viel mehr Zeit. Mit zweieinhalb Wochen sind wir angereist, bei den anderen Platten hatten wir jeweils nur 5 oder 7 Tage. Und wir sind diesmal mit deutlich weniger komplett fertigen Songs ins Studio, es ist auch viel dort passiert, das war echt cool.“, erzählt er begeistert.

„Anders ist, dass wir etwas mutiger waren. Wir haben diesmal viel mit elektronischen Sachen probiert, aber nichtsdestotrotz sind wir, glaube ich, unserer Linie treu geblieben und haben einfach das gemacht, worauf wir Bock hatten.“

Zwischen der ersten EP ‚Stories‘ und dem ersten Album ‚Cheeky-Hearts‘ sind 3 Jahre vergangen, in denen viel passiert ist: „Anders ist, dass wir etwas mutiger waren. Wir haben diesmal viel mit elektronischen Sachen probiert, aber nichtsdestotrotz sind wir, glaube ich, unserer Linie treu geblieben und haben einfach das gemacht, worauf wir Bock hatten.“, so der Bassist. „Der Grund des Albums war einfach“, erzählt er, „dass wir Bock aufs Musik schreiben hatten. Wir hatten auch Themen, die uns oder auch Sven zu der Zeit beschäftigten.“ Sänger Sven Simmendinger hat beim Songwriting also eine besondere Rolle.

Zu den beiden Songs ‚Coming Home‘ und ‚What I Can’t Get‘ wurden bereits zwei Musikvideos veröffentlicht. „Also grundsätzlich war die Idee erst mal die beiden Lieder auszukoppeln, das heißt die Songs aufeinander aufzubauen und zu versuchen, eine Geschichte über 10 Minuten zu machen“, so Tim. Und das ist ihnen definitiv gelungen. Jedoch bleibt unklar, ob weitere Musikvideos veröffentlicht werden, die ebenfalls aufeinander aufbauen und eine Geschichte erzählen: „Bei den nächsten Songs kann man natürlich total gut daran anknüpfen. Darüber haben wir uns Richtung Album-Release noch nicht so viele Gedanken gemacht. Natürlich sind wir mit der Planung schon relativ weit“, fährt Tim fort, „aber da müsst ihr euch ein bisschen überraschen lassen.“

„Wir sind total zufrieden mit dem Video! Es war auch eine krasse Erfahrung, auf dem Gletscher rumzuspzuspringen.“

Der Videodreh zu ‚Coming Home‘ fand auf dem Kaunertaler Gletscher in Österreich statt und währenddessen brauchte es eine Krisensitzung: „Wir sind da an einem Freitag hin gefahren, das war im April oder Mai. Das heißt, da hat noch relativ viel Schnee gelegen. Und dann sind wir mit dem Bus und dem Auto runter gefahren. Für die ersten Aufnahmen am Anfang des Videos sind wir durch das Gletschergebiet gewandert und für die Bandaufnahmen haben wir dann das Equipment, unterhalb vom Gletscher, etwa 2910m, hingeschleppt. Es war bewölkt und wir haben dort alle Szenen abgedreht. Dann sind wir zur Gletscherhütte gefahren, haben uns aufgewärmt und Mittag gegessen. Dann ist die Sonne rausgekommen. Da hatten wir unsere kleine Krisensitzung. Jeder hat so schnell es ging seinen Teller leergefuttert und wir sind nochmal hin gefahren und haben die Szene nochmal bei gutem Wetter abgedreht. War dann auch ziemlich anstrengend, aber wir sind total zufrieden mit dem Video. Es war auch eine krasse Erfahrung, auf dem Gletscher rumzuspringen.“

„Festivals, groß, viele Leute, Sommer, Sonne, unterwegs sein, kaltes Bier trinken – voll geil! Aber auch kleiner, schwitziger Club, es tropft von der Decke, man ist total nah dran, finden wir auch schon echt sexy!“

Im Sommer sind City Kids Feel The Beat zum ersten Mal auf einem großen Festival – dem Open Flair, worauf die 5 Ulmer sich schon sehr freuen: „Für uns gehen da ganz viele Träume in Erfüllung. Wir sind einfach nur geflasht, dass wir auf dem Line-Up stehen. So krass einfach, wenn man über die Website scrollt und so Namen liest wie Bullet for my Valentine, die Fantas, Good Charlotte und zwischendrin schwimmt dann drei Bilder neben Bullet unser Bandfoto. Das ist schon verrückt.“, erzählt Tim mit begeisterter Stimme. Trotzdem kann er sich nicht ganz zwischen Clubtouren und Festivals entscheiden: „Festivals, groß, viele Leute, Sommer, Sonne, unterwegs sein, kaltes Bier trinken – voll geil!“, lacht Tim und erzählt weiter: „Aber auch kleiner, schwitziger Club, es tropft von der Decke, man ist total nah dran, finden wir auch schon echt sexy!“

„Wir wollen einfach nur Musik machen, rumkommen, spielen, mit Leuten Spaß haben und ich glaub, darum geht’s auch.“

„Also es ist schon so, dass es wirklich, wirklich beeindruckend ist, wenn man vor einer Menge Leuten steht und man sieht, die singen mit. Und das, was du gemacht hast, hat die Leute auf irgendeine Art berührt. Das ist schon Gänsehaut“, meint Tim. Als generell positive Band, die sich niemals unterkriegen lässt, immer nach vorne schaut und, fährt Tim fort, vor allem versucht, die Kraft weiterzugeben, wollen sie erreichen, dass die Leute Spaß haben, den Alltag vergessen und einfach nur durchdrehen: „Wir wollen einfach nur Musik machen, rumkommen, spielen, mit Leuten Spaß haben und ich glaub, darum geht’s auch.“, versichert der Bassist.

 Natürlich hat die Band auch einige Ziele für die Zukunft vor Augen: „Wir wollen spielen, wir wollen spielen, wir wollen spielen, wir wollen ganz viel spielen, wir wollen ganz viel rumkommen und natürlich wär es cool, wenn wir neue Fans finden, wenn wir größer und bekannter werden, sagt der Bassist der Band, aber solang wir tun können, was wir aktuell gerade tun, eine gute Zeit haben und das ganze weitergeben dürfen, sind wir vollkommen zufrieden. Wir sind wirklich extrem dankbar dafür, was das letzte halbe Jahr so passiert ist, das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit.“, betont Tim.