Christian Rach bei der Eröffnung Tellys TST

Wir leben im Zeitalter der Fernsehküche. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, irgendwo wird immer geschnibbelt, gebrutzelt und geflucht, weil das Soufflé zusammengefallen ist. Dieses Genre hat bereits viele Stars hervorgebracht: vor allem Köche, die zum gastronomischen Geschick die gewisse Präsenz vor der Kamera mitbringen. Ein Grandseigneur dieser Gruppe ist ohne Frage Christian Rach. Viele Jahre testete er Restaurants und führte eigene Betriebe. Mittlerweile widmet er sich gerne auch anderen Dingen. DRUFF! traf ihn bei der Eröffnung von Tellys TST, deren Rezepte er entwickelte.

„Ich selber habe ja gar kein Restaurant mehr. Ich habe auch nicht mehr davon geträumt“, lacht Rach und erklärt: „Aber ich koche natürlich privat noch sehr gerne. Es macht mir nach wie vor großen Spaß und ist einfach mein Leben“. Über die Kooperation mit Christian Ladesma-Müller und Kevin Schindler von Tellys TST sagt er: „Sie haben mich angemailt und mir ihr Konzept vorgestellt. Da habe ich abgelehnt. Sie haben das Ganze überarbeitet und standen dann damit vor der Tür. Auch da habe ich abgelehnt, aber wir haben dennoch miteinander gesprochen. Ihre Energie und ihr Einsatz haben mich letztlich doch überzeugt.“

Auf die Frage, warum er zuletzt weniger im TV zu sehen war scherzt er: „Meine Haare werden auch nicht mehr. Mein Anspruch ist nicht, ständig im Fernsehen zu sein. Es gibt genug andere spannende Dinge. Ich arbeite immer noch sehr viel, bin viel unterwegs und das macht mir unglaublich viel Spaß.“

Vielfach erlebte er, wie Gastronomen scheiterten. Auch, weil sie den Anforderungen an moderne Betriebe nicht gerecht wurden. „Der wichtigste Faktor ist das Personal. Das muss man hegen und pflegen. Es braucht moderne Arbeitsbedingungen, vernünftige Arbeitszeiten, gute Bezahlung und einen super Team-Spirit“, so Rach über das Geheimnis der erfolgreichen Gastronomie. Im Übrigen, sagt er, gelte das auch im Bereich des schnellen Essens.

Zudem wünsche er sich mehr Anerkennung für den Berufsstand: „Wenn man abends ausgeht, gibt es immer die Berufsgruppe, die arbeitet. Am Tresen, in der Küche und hinterher saubermachen. Das wird oft vergessen. Leute nehmen diese Leistungen gerne in Anspruch. Aber nur wenige möchten diese auch geben.“

Bei Tellys, so Rach überzeuge auch das gute Essen: „Keine Chemie, keine Zusatzstoffe, sondern einfach Pasta die modern und lecker arrangiert und serviert wird“, schwärmt er. Auf die Frage, ob er ihm etwas zur Löwenstadt einfalle sagt er: „Ich war vor einigen Jahren zum Dreh in Braunschweig. Die Stadt gefällt mir sehr gut. Natürlich kenne ich auch Eintracht Braunschweig und das große Derby!“ Mehr Infos über Tellys bei Facebook unter: @tellystst.braunschweig