Wer schon einmal das Glück hatte, ein Shirt aus einer der exklu­siven Kollektionen von MTAS zu ergattern, weiß, wie viel Mühe und Aufwand in dem Label, dem Design, ja sogar in der Ver­packung steckt. Wer noch nichts davon gehört hat, hält nach diesem Artikel vielleicht auch bald etwas aus der neuesten Kol­lektion in seinen Händen.

MTAS: More Than A Shirt – ist nicht nur die Bezeichnung des La­bels des jungen Designers, sondern sagt genau das aus, wofür die Marke steht. Schon früh entdeckte Eric seinen Hang für das Kreative, für seine Mode und irgendwie auch für das Nichtgreif­bare: „In der Schulzeit war ich von allem gelangweilt und arbeitete mehr an meinem Mode- und Klamotten-Ding als an Schulsachen. Damals war es ja noch nicht mal ein richtiges Label, sondern eher so, ich mach` Klamotten für ein paar Menschen im Internet“, erin­nert sich Eric. „Das war nicht bewusst, sondern eher vollkommen banal, mich dann für Mode zu entscheiden. Es war nicht mal eine Entscheidung. Mir war einfach klar, es gibt für mich nur diese eine Sparte, nämlich das Kreative“, erzählt er weiter.

Seitdem bringt er nicht nur immer wieder erfolgreich limitierte Kollektionen raus, sein Design erstreckt sich mittlerweile bis hin zu Accessoires und er veranstaltet zusätzlich voll besuchte Pop-up-Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wenn dann eine halbe Stadt vor einem von Erics Stores Schlange steht, staunt auch er nicht schlecht darüber, welche Dimensionen das Label des Salzgitteraners angenommen hat. „Wir sind nach Mün­chen gefahren und dachten, es kommen vielleicht zehn Leute und davon sind neun Freunde“, lacht er. „Dann stehen auf einmal um den ganzen Block Menschen, um ausverkaufte Sachen zu bekom­men. Heftig ist das. Für mich war die Tour vor allem auch wichtig, um aus dem Internet rauszukommen. Um zu wissen, selbst wenn das Handy aus ist, existiere ich auch außerhalb.“

Seine Designs sind minimalistisch und clean, meist zieren pro­vokante Sprüche die Pieces, manchmal aber auch Ausgefallenes, fast schon Avantgardistisches wie Brandflecken an den Säumen. Aber: Nichts ist Standard und nichts ist unbewusst einfach so entworfen. Mit viel Liebe zum Detail sucht und findet Eric seine Inspiration bei vergangenen Prada Kollektionen, morbiden Mi­ckey-Mouse-Comics, alten Horrorfilm-Covern und seinen eige­nen, mal mehr mal weniger abtrünnigen Gedankengängen. Das kommt an, nicht nur weil versteckte Anspielungen gekonnt ein­gesetzt werden, sondern auch weil es einfach ungeschönt ehr­lich ist. „Vielleicht tragen meine Shirts eher Leute in meinem Alter, die dasselbe abgefuckte Mindset haben und Hoffnung oder Ver­ständnis darin finden und sich dadurch ausdrücken können. Genau das ist Sinn der Sache. Ich bin eigentlich ein sehr introvertierter Mensch, was die Gedanken in meinem Kopf angeht. Über meine Designs kann ich mich ausleben und das ist für mich der einzige Weg, um so etwas nach außen zu tragen“, erklärt Eric.

Auch mit seiner neuesten Kollektion ‚I FELL ASLEEP AND FORGOT TO DIE’ zieht Eric wieder alle Register und unterbreitet euch noch ausgefallenere und krassere Teile seines Mindsets auf Stoff. Wir sind auch auf alles Weitere von ihm gespannt und hoffen, ihm gehen nie die Ideen aus. Denn MTAS macht seinem Namen alle Ehre und ist und bleibt: More Than A Shirt.