Die N-JOY Starshow hat in diesem Jahr wieder so einige Gra­naten im Gepäck! Am 26. Mai kommt die Mega-Sause zurück auf die Expo-Plaza in Hannover und verspricht wie immer eine riesen Party mit krassen Weltstars zu werden.

Jedes Jahr tummeln sich die Großen des Musikbusiness in Han­nover, um auf der Expo-Plaza so richtig abzugehen und Hannover zum Wackeln zu bringen.

Headliner ist in diesem Jahr der US-amerikanische Pop-Rapper Macklemore und dabei haben wird er sein neues Album ‚Gemini‘, das im September 2017 erschienen ist. Das aktuelle Album stieg in den US-Charts direkt auf Platz 2 ein. Die Auskopplung ‚Glori­ous‘ hat er bereits im Juni letzten Jahres rausgebracht. Aufge­nommen hat er den Song zusammen mit der US-amerikanischen Sängerin Skylar Grey, die bereits mit Eminem, Dr. Dre und David Guetta gearbeitet hat.

Macklemore galt 2012 als der große, hoffnungsbeladene Stern am Himmel des Musikgeschäfts. Sein riesiger Durchbruch mit seinem preisgekrönten Grammy-Album ‚The Heist‘, dass er ge­meinsam mit seinem Produzenten Ryan Lewis auf die Mensch­heit abgefeuert hat, fand kurz nach ebendiesem Grammy-Ge­winn 2014 ein jähes Ende. Rap Kollege und gehypter Hit-Garant Kendrick Lamar ging an diesem Abend leer aus, sein gefeiertes Album erhielt keinen Preis. Macklemore war nicht mehr Every­body’s Darling, er war plötzlich der Buh-Mann und derjenige, der King Kendrick Lamar seines rechtmäßigen Thrones beraubt hat­te. Die verheißungsvolle Karriere, die eigentlich gerade erst be­gonnen hatte, kippte. Macklemores Anschlussalbum ‚This Unruly Mess I’ve Made‘ floppte – zu überladen war die Platte mit Themen wie Rassenkonflikten oder der systematischen Bevorzugung von Weißen. Die Songs waren nicht mehr so frei und ungezwungen wie vorher und Macklemore schien seinen eigenen Stil für eine Weile verloren zu haben.

Für Sprache und Hip-Hop interessierte sich der als Ben Hagger­ty in Seattle geborene Musiker schon von klein auf. An der High­school entwarf er im Kunstunterricht eine Actionfigur – die Ge­burtsstunde von Macklemore. Er nahm nebenbei Demos auf und blieb seiner Leidenschaft, dem Rap, auch nach seinem Abschluss am Evergreen State College treu. Musik ist immer das, was er machen will. Seine musikalische Laufbahn ist früh beschlossene Sache, kommt aber nicht so richtig ins Rollen.

Macklemore fällt in ein tiefes Loch, nimmt Betäubungsmittel und verschwindet für einige Jahre komplett von der Bildfläche.

Erst als er auf den Produzenten Ryan Lewis trifft, geht es so rich­tig los. Die beiden produzieren gemeinsam ein Remix-Tape und der Musiker verarbeitet in seinen Songs seine Drogenvergangen­heit. Seine Ehrlichkeit findet bei einer immer größer werdenden Community Anklang und die sozialen Netzwerke erleichtern es, Kontakt zu seinen Fans zu halten. Social Media verhalf dem Duo letztlich zu einem größeren Bekanntheitsgrad und ließ ihre Fan­base über die Grenzen der Metropole im Nordwesten der Verei­nigten Staaten heranwachsen.

Die schillernden Rapgrößen des Businness waren während seiner Zeit im Drogensumpf seine Vorbilder. Doch danach ändert sich seine Sicht auf die Dinge und Macklemore, ganz der Actionheld aus dem er hervorgegangen ist, beschäftigt sich mit größeren Themen. Er sieht sich in der Pflicht, seine Vorbildfunktion, die ein Künstler seiner Größe hat, besonders gegenüber Kindern wahr­zunehmen. Der Rap ist sein Sprachrohr. Hier kann er seine Bot­schaften übermitteln und der nachfolgenden Generation durch seine Musik etwas anderes vermitteln als es die Drogen und Ge­walt verherrlichende Rap-Szene häufig tut.

Ende 2012 erscheint das Album ‚The Heist‘ des MC/Produzen­ten-Duos und mit Tracks wie ‚Can’t hold us‘ und dem Daue­rohrwurm ‚Thrift Shop‘ brechen die beiden richtig durch. Egal ob Mainstream oder krasse Hip-Hop-Szene, einfach jeder feiert Macklemore. Seine Lyrics mit Sinn und Verstand schlagen ein wie eine Granate und bescherten den beiden Anfang 2014 vier Grammys. Auch wenn wir schon festgestellt haben, dass 2014 dann der Wendepunkt für diese glänzende Karriere war, ist er jetzt wieder da. Diesmal allerdings allein, bei dem neuen Album ‚Gemi­ni‘ sind Macklemore und Ryan Lewis getrennte Wege gegangen. Die neue Platte kommt weniger mit gesellschaftskritischen oder politischen Themen um die Ecke. Macklemore ging es diesmal mehr darum, Musik um der Musik willen zu machen, das was er selbst hören wollte. Diese zurückgewonnene Ungezwungenheit hört man ‚Gemini‘ an, auch wenn uns viele der Songs irgendwie bekannt vorkommen – die altbekannte Trompete darf nicht fehlen und erinnert uns zurück an Dauerbrenner wie ‚Thrift Shop‘. Ohne Ryan Lewis war es wie der Sprung ins kalte Wasser für Mackle­more, aber auch die Chance ganz auf sich selbst zu vertrauen und durch seine eigene Inspiration voranzukommen. ‚Gemini‘ hat ihm dieses Selbstvertrauen und diese Sicherheit gebracht.

Im Mai tummeln sich aber auch noch andere Größen in Hannover. Neben Macklemore stehen auch James Arthur, Alma, Nico San­tos, Bausa und Burak Yeter auf der großen Bühne. Bausa kennen wir alle durch den wochenlangen Ohrwurm und Nummer eins Song ‚Was du Liebe nennst‘. Das Debütalbum ‚Dreifarbenhaus‘ des 28-Jährigen, der bereits mit Haftbefehl und Capo gemeinsa­me Sache gemacht hat, ist bis auf Platz 10 in den Charts gestie­gen.

Der nächste im Gespann, der türkischstämmige DJ Burak Yeter, landete im vergangenen Jahr mit ‚Tuesday‘ einen internationalen Hit und allein in Deutschland kletterte der Song bis auf Platz 2, erhielt eine Platin Auszeichnung und hielt sich ganze 35 Wochen in den Charts.

Auch in diesem Jahr fährt die N-Joy Starshow, ihrem Namen ge­recht werdend, also wieder ordentlich auf.

„You know I’m back like I never left“, heißt die erste Zeile von Macklemores neuem Brenner ‚Glorious‘. Und man kann nur sa­gen: Ist so! Als wäre er gar nicht weg gewesen. Und auch wenn wir ein bisschen von seinem alten Spirit auf der neuen Platte vermissen, Macklemore bleibt hoffentlich erstmal genau da, wo er jetzt ist. Und wir feiern ihn bei der N-Joy Starshow wie es sich gehört.