Was passiert, wenn sich vier Freunde mit multikulturellem Hintergrund, einem Faible für rockige und antreibende Beats und im Ohr bleibenden Texten zusammentun? Etwas Großartiges:

Michael Spieler, Timothy Lush, Thomas Sedlacek und Kerim Öke, das sind KYTES. Die Indie-Band ist seit 2015 ‚On the Run‘. Im Juni legten sie einen Stopp beim Summertime Festival 2017 im Seeliger Park in Wolfenbüttel ein, wo DRUFF! sie vor ihrem Auftritt zum Interview traf.

Aber wie kam es überhaupt so weit? Die vier Münchener kennen sich schon seit dem Kindesalter. „Kerim und ich kennen uns aus der Krabbelgruppe. Dann haben wir Tim im Fußballverein kennengelernt und Thommy im Zeltlager“, erinnert sich Michael, Leadsänger und Gitarrist in der Band. „Damals waren Bands wie Blink 182 und Green Day die Ausschlaggeber, dass wir uns zusammenschließen und Musik machen wollten“, ergänzt Tim, der Schlagzeuger von KYTES. Als Schulband ‚Blind Freddy‘ fingen die vier also an, sich an ersten Coversongs zu erproben, heute schreiben sie längst eigene Texte. Mit mehr Erfahrung und der richtigen Fertigkeit an den Instrumenten lernte die Band nach und nach ihr eigenes Genre kennen. Als Blind Freddy nahmen sie schon einige große Auftritte mit, unter anderem auf dem Rock am Ring und dem Zwillingsfestival Rock im Park. KYTES sind also keinesfalls Newcomer, obwohl sie 2016 den ‚New Music Award‘ abräumten.

Warum also der Namenswechsel? „Wir waren vor zwei Jahren einfach an einem Punkt in unserem Leben, an dem wir wirklich wussten, was wir wollen. Wir sehen die Band jetzt als Fulltime-Job und nicht mehr nur als Schülerband, die schon hundertmal auf einem Dorffest gespielt hat. Diese Entscheidung war richtig, wie man sieht, und es hat sich auch echt gut angefühlt, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, erklärt Tim. „Dabei hatten wir für den neuen Namen ein Paar einfache Kriterien: Er muss kurz und knackig sein, ästhetisch aussehen und sich geil anhören“, erzählt Michi weiter. Das ist KYTES, wie wir finden, gelungen. Der neue Bandname ist aber nicht alles, Hand in Hand dazu kam auch das Versprechen, sich voll auf die Musik zu konzentrieren, viel Zeit zu investieren und uns mit noch mehr Auftritten und Songs zu begeistern. Bis jetzt haben die vier dieses Versprechen gehalten. Ihr Debüt als KYTES feierten sie 2015 mit der EP ‚On the Run‘, die übrigens aus dem gleichen Haus wie Milky Chance stammt. Poppiger Indie-Rock, tanzbare Beats und melodische Gitarrenklänge funktionieren bei KYTES so gut, dass sie im Moment einen Sommerauftritt nach dem anderen abfeiern, so auch beim Summertime-Open-Air in Wolfenbüttel. Hier brachten sie das Publikum zum Tanzen, Schwitzen und Spaß haben und seit letztem Jahr verhelfen sie Vodafone ganz nebenbei mit ihrem Hit im Werbespot bestimmt zu unzähligen neuen Kunden.

Natürlich wächst mit der Musikkarriere auch der Anspruch an Michi, Tim, Kerim und Thommy. „Nach der Tour und den Festivals letztes Jahr war ich schon etwas durch. Man muss sich dann auch erstmal wieder an das Texteschreiben gewöhnen“, erinnert sich Kerim. „Wir haben das noch nicht so ganz verstanden, es gibt ja Künstler, die in ihren Bus gehen, sich einsperren und dann einfach fünf Stunden an ihren Songs schreiben, was ich eigentlich voll cool und produktiv finde. Wir chillen neben den Auftritten dann eher und trinken, was natürlich auch gut genutzte Zeit ist“, erzählt Tim grinsend. Wir merken – die vier harmonieren nicht nur in ihrer Musik super miteinander. Trotz einiger Anstrengung haben sie Spaß an ihrer Musik und ihren Auftritten.

Was können wir in nächster Zeit also noch erwarten? „Ein neues Album ist durchaus in Planung. Wir wissen zwar noch, wann und wie das rauskommt, aber ich schätze bis Ende des Jahres haben wir ein paar neue Sachen“, verrät Tim. Wir sind in jedem Fall gespannt und halten voller Vorfreude Augen und Ohren auf.