Vom 21. April bis zum 21. Mai 2017 finden in der Autostadt in Wolfsburg die 15. Movimentos Festwochen statt. Dazu wurden Künstler aus aller Welt eingeladen, um unter dem Motto >Freiheit< gemeinsam Raum für ganz individuelle Ausdrucksformen zu schaffen.

Otto F. Wachs, Geschäftsführer der Autostadt: „Wir feiern in diesem Jahr mit der 15. Ausgabe von Movimentos ein kleines Jubiläum. Die Festwochen haben sich zu einem Höhepunkt und kulturellen Anker für die Menschen in der Region entwickelt. Unser diesjähriges Thema >Freiheit< ist in Wahrheit die Basis unseres Zusammenlebens.“

Aber was ist Freiheit? Sind wir selbst frei?
Die philosophische Begrifflichkeit befindet sich nicht nur im ständigen Diskurs und wird dementsprechend stetig modifiziert, sondern umfasst sowohl politische als auch religiöse und kulturelle Aspekte zur selben Zeit. Die Freiheit, so lautet ein Definitionsversuch, ist die Befähigung – ohne Beschränkungen durch Regeln, Ansprüche oder Interessen anderer – zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten entscheiden zu können. Allgemein: der Zustand der Autonomie eines Subjekts.

„Kaum ein Begriff ist so sehr mit Sehnsucht und Hoffnung, aber auch mit Enttäuschung und Entsetzen verbunden wie die >Freiheit<“,

weiß der Künstlerische Leiter der Movimentos Festwochen, Bernd Kauffmann, und fährt fort: „In der Gegenwart belegen die Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten, aber auch die Entwicklungen in Europa und in anderen Teilen der Welt, wie religiöse und andere Freiheiten mit Füßen getreten werden und wie das gestiegene Bedürfnis nach Sicherheit auch die Freiheit einzuschränken beginnt.

Die Freiheit ist ein ambivalentes und allgegenwärtiges Ideal, das in diesem Jahr als übergreifendes Thema auf vielfältige Weise im Programm der Movimentos gespiegelt, gebrochen, variiert und befragt wird.“

Wollen und Handeln – Die Künstler der 15. Movimentos Festwochen
Selbstdarstellung ist die vielleicht reinste Form der Freiheit. Mit Liebe, Leidenshaft – und ohne jeglichen Fremdeinfluss – das zu tun, was einen Menschen aus dem tiefsten Winkel seines Herzens und Geistes antreibt. Eine dieser Form wird bei den Festwochen in Wolfsburg die der klassischen Matineen und Soireen sein – dafür laden unter anderem die beiden Schwestern Mona und Rica Bard mit Werken von Mozart, Poulenc und Ravel ein. Auch auf zwei der beliebten Gesprächskonzerte dürfen sich Besucher der Movimentos Festwochen wieder freuen, wenn am 9. Mai der Bratschist Nils Mönkemeyer in der Autostadt zu Gast ist, sowie
am 16. Mai die israelische Klarinettistin Sharon Kam.

Der Freitagabend im ZeitHaus gehört auch 2017 dem Jazz: Besucher können sich auf Größen wie Matt Bianco freuen, der mit dem New Cool Collective wie eh und je Jazz, Pop, Latin und Funk miteinander zu verbinden weiß.

Eine weitere Ausdrucksform der Freiheit ist die der szenischen Lesungen und des Schauspiels. Wir freuen uns jetzt schon darauf, denn Klaus Maria Brandauer unternimmt mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg eine Reise in die Freiheit. Dazu sind Schauspielgrößen wie Corinna Harfouch, Margarita Broich, Mare Kroymann, Dagmar Manzel, Maria Schrader und viele weitere geladen.

Der Tanz in die Freiheit – Fünf internationale Tanzcompanys zeigen in sechs Deutschlandpremieren und zwei Koproduktionen ihren Umgang mit der Freiheit. Darunter werden Arbeiten von Sharon Eyal, Noa Wertheim, Sidi Larbi Cherkaoui, Marco Goecke, Angelin Preljocaj und Flamenco-Star Israel Galván gezeigt. Letzterer wird sein neues Werk „La Fiesta“ zum ersten Mal vor Publikum aufführen.

„Freiheits ist die Freiheit der Anderen“

Der Frage oder Definition von Freiheit kann sich auf die unterschiedlichsten Arten genähert werden. Womöglich muss die eigene Form der Freiheitsäußerung erst von jedem selbst gefunden und die der anderen respektiert werden. Anstöße dafür findet Ihr auf den Movimentos Festwochen, denn: Während des gesamten Festivals haben Erwachsene wieder die Möglichkeit, selbst an verschiedenen Tanz- und Yogaworkshops teilzunehmen und ihre eigene Definition von Freiheit zu finden.