Film ab! – „durchgedreht24“

Auch in diesem Jahr hieß es beim 14. Selbstfilmfest „durchgedreht24“ wieder: Film ab! Sobald der Startschuss für die Filmteams mit dem „Action“ der Filmklappe fiel, ging es los. Die Regeln: 24 Stunden Zeit, 5 Minuten Film, 3 Begriffe einbauen, und 0 Schnitt verwenden. Unser DRUFF! Team war vom 15. – 17. Juli dabei, und fasst zusammen, warum es sich auch für Dich lohnt, beim nächsten Mal dabei zu sein.

 

Intervew Durhc

Egal ob Student, oder nicht, Profi, oder nicht – jeder konnte mitmachen! Die studentische und interdisziplinäre Initiative der „durchgedreht24 e.V.“ gab auch dieses Jahr wieder kreativen Köpfen die Chance einen eigenen Kurzfilm zu produzieren. Insgesamt stellten sich 145 Teilnehmer in 34 Teams dieser Herausforderung und den Regeln des Festivals, das in Deutschland als einziges dieser Art zu verzeichnen ist. Unzählige Bewerbungen gingen bereits 3 Wochen zuvor ein. Unter dem Motto (Post) – Apokalypse entstanden dabei sowohl spannende, als auch emotionale und witzige Kurzfilme.

Was haben die Begriffe „Gefängnis“, „Gurke“ und „Einhorn“ gemeinsam?

Begonnen hatte das Selbstfilmfestival mit der Eröffnungsparty, und der Bekanntgabe der doch eher ungewöhnlichen Begrifflichkeiten der drei Blöcke, die jedes Team sowohl visuell, als auch verbal in ihren Kurzfilm miteinbringen sollte. Ab da hatten alle Teilnehmer nun 24 Stunden Zeit. Zeit, einen fünf minütigen Kurzfilm zu drehen, die drei Begriffe aus je einem Block einzubauen, und das Wichtigste: auf jegliche Art des Schnittes und der Nachbearbeitung zu verzichten. An diese 24 Stunden schloss sich eine Abgabeparty an, bei der alle Teilnehmer ihr Schaffen gebührend feiern konnten. Eine kleine Bühne mitten auf der Mensawiese sorgte für ausgelassene Stimmung aller Beteiligten. Tatsächlich gaben aber nur 30 von 34 Teams ihre Arbeit auch wirklich ab.

„Filme sind recht flüchtig“

Nun fing die Arbeit der Jury an. Dieses Jahr hatte das Festival großes Glück mit der Wahl ihrer fachkundigen Jury:  die Moderatorin, Autorin und Schauspielerin Caroline Korneli, der ehemalige „Tigerentenclub“ – Moderator Dennis Wilms, der „Rocket Beans“ Redakteur Daniel Schröckert, sowie Schauspieler Jelly Francis Gaviria bewerteten die Filme der Nachwuchsfilmemacher.

Was einen guten Kurzfilm ausmacht, da waren sich Caroline Korneli und Dennis Wilms einig: unabhängig von schauspielerischer Leistung und Qualität, ist eine gewisse Ästhetik, doch vor allem aber eine erfolgreiche Übermittlung von EmotioInterview durnen erforderlich. So sagte Dennis Wilms auch, er würde sich nur schwer an Handlungen oder bestimmte Schauspieler der letzten Filme erinnern können. Filme, besonders aber Kurzfilme seien sehr flüchtig. Oft hinterlassen sie keinen bleibenden Eindruck; Und das war es, was die Beiden sich definitiv für den Siegerfilm wünschten. Eine Story, die fesselt, und Gemütsregungen generiert. Und wenn Dennis Wilms sich an die Handlung des Films erinnert, hätten die Sieger definitiv alles richtig gemacht.

Die lange Nacht der kurzen Filme

Von zwei sehr charmanten Studentinnen wurden die Zuschauer und Beteiligten am Sonntag im C1 Kino durch den Abschlussabend des Festivals geführt. Nach einem ausführlichen Sektempfang im Foyer des Kinos, wurden die ersten drei Gewinner gekürt, und mit der Trophäe des Fleischwolfes, sowie weiteren Preisen ausgezeichnet. Aber auch neben den drei Siegerfilmen wurden sieben weitere Kurzfilme gezeigt, und deren Filmemacher auf der Bühne namentlich mit viel Lob ausgezeichnet. Zwischen stolzen Elternteilen und aufgeregten Teams gestalte sich die Atmosphäre im Kinosaal als familiär und angenehm. Weiterhin ließen warmes Popcorn oder Nachos, gepaart mit einem großen Softdrink ein super Kinofeeling aufkommen. Die gezeigten Filme waren allesamt mehr als beeindruckend. Auch an dieser Stelle muss noch einmal den Teilnehmern/ -innen für diese Bereicherung an Ideen und Eindrücken gedankt werden. Innerhalb dieser kurzen Zeit gelang es Vielen eine schlüssige Geschichte, umgesetzt mit verschiedensten Kameraeinstellungen, zu entwickeln.

interview durchg

DRUFF! findet: Ein durchaus gelungenes Festival, mit vielen enthusiastischen Beteiligten, tollen Nachwuchsregisseuren, und Schauspieler/-innen, bei dem es sich lohnt entweder selbst mitzuwirken, oder sich die (durch)gedrehten Resultate anzuschauen. Inspirierende Ergebnisse und eine insgesamt wunderbare Stimmung, sowie tolle Veranstalter.  Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

 

Übrigens: Caroline Korneli erwähnte Braunschweig überaus positiv. Besonders das Magniviertel, sowie eine Fahrt auf der Oker haben sie beeindruckt. Es bleibt nun abzuwarten, wann wir sie das nächste Mal in der schönsten Stadt der Welt begrüßen dürfen.